Deutscher Schriftsteller, Dichter und Aphoristiker
Barry Jünemann

 L.A. MOON

   Die Verwandlung des Brad Bateman

 

Los Angeles. Am frühen Morgen des 4. Mai 2015, einer Vollmondnacht, werden an verschiedenen Plätzen in Los Angeles drei tote männliche Körper gefunden. Alle drei Opfer weisen die gleichen krallenartigen Wundmale auf. Sie wurden bestialisch ermordet. Ihre Körper wurden bis zur Unkenntlichkeit zerfetzt. Nach Aussagen des Gerichtsmediziners befand sich Hunde DNS und Spuren von Hundefell in den Wunden der Opfer. Die Medien sprechen sofort vom Werwolf von Los Angeles.

 

Brad Bateman, ein Versicherungsangestellter der Mutual Life Insurance Consolidated in Los Angeles, wurde 29 Tage zuvor, ebenfalls eine Vollmondnacht, bei einem Betriebsausflug am Silverwood Lake von einem Wolf gebissen. Ab diesem Zeitpunkt verspürt Bateman immer wenige Tage vor Vollmond eine Veränderung seiner Persönlichkeit.

Ist Brad Bateman ein Tiermensch, ein Wolfsmensch, ein Werwolf, und verwandelt er sich immer bei hellen Vollmondnächten in eine reißende Bestie, die nur ein Ziel kennt, Blut?

Glauben Sie an Werwölfe, oder ist dies nur ein alter überholter Mythos?

Können Menschen sich in reißende blutdurstige Wesen verwandeln oder steckt vielleicht ein ganz anderer Grund hinter dem Mythos der Wolfsmenschen, der Werwölfe?

Haben Sie Mut? Dann begleiten Sie Brad Bateman in die hellen Vollmondnächte. Erleben Sie seine Verwandlung und erfahren Sie das wahre Geheimnis hinter dem Mythos des Werwolfes.

Werden Sie Zeuge dieser unwahrscheinlichen Geschichte.

 

 

Leseprobe

 

Kapitel 1 – Meeting, pünktlich 9:00 AM

Wollen Sie mit mir eine kleine Reise machen, eine Reise in eine unbekannte Welt zwischen dem Wahrscheinlichen und dem Unwahrscheinlichen, zwischen Realität und Möglichkeit, zwischen Wahrheit und Phantasie? Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass ich selbst einmal Teil dieser Welt zwischen den Welten sein würde. Wenn Sie bereit sind das Unwahrscheinlich als Teil der Realität, Ihrer Realität, zu akzeptieren, dann möchte ich Ihnen eine Geschichte erzählen, die sich eigentlich überall hätte abspielen können.

Unsere Geschichte beginnt in Los Angeles Kalifornien, genauer gesagt in der 440 West Maple Street in Compton, einem eher schmuddelig wirkenden Teil von Los Angeles.

Jeder, der es sich auch nur eben leisten kann, würde Compton eher den Rücken zukehren, als dies als seine Wohnadresse angeben zu müssen. Compton ist nicht nur ein Schmelztiegel verschiedenster Ethnizitäten, sondern auch eine bevorzugte Wohngegend für alle, deren wöchentlicher Gehaltsscheck eben nicht regelmäßig mit der Post kommt.

Die Häuser in der West Maple Street sind eher zweckdienlich als komfortable und einladend. Die Vorgärten würden mit Sicherheit nie einen Preis im Royale Gardener, einem beliebten Magazin für Hobbygärtner, bekommen. Sie dienen eher als Abstellkammer ausgedienter Schränke, Stühle und Polstergarnituren.

Eine kleine Ausnahme bildet das Grundstück mit der Nummer 440 in der West Maple Street auf dem das Haus der Hauptfigur meiner Geschichte steht.

Das Haus hat in etwa eine Grundfläche von 58 m² und besteht aus einer offenen Küche, die gleichzeitig die Diele darstellt und einem Wohnzimmer mit Schlafnische.
Im rechten Winkel angeordnet hat man hier zumindest aus wenigen Quadratmetern ein bewohnbares Haus mit einer pragmatischen Aufteilung gemacht.

Der Vorgarten ist umzäunt mit einem Drahtzaun, der so zumindest dafür sorgt, dass niemand seine ausgedienten Möbel oder gar Unrat dort abstellt.

Ein verschließbares Eingangstor und ein versschließbares Tor für die Garagenzufahrt, vermitteln zumindest den Eindruck eines geschützten Grundstückes.

Wenn man das Haus durch die Dielenküche betritt, eröffnet sich einem eine fast neue Welt. Alles erscheint nicht nur in einem sauberen Anblick, sondern ist bis in die kleinste Ecke gepflegt und modern.

Die Küche besteht aus hellem Weichholz und würde jeder noch so kritischen Hausfrauenkritik standhalten können. Zum Wohnbereich ist die Küche mit einem Bartresen geteilt an dem 2 Hocker stehen. Der Tresen dient gleichzeitig als Bar. Reich bestückt mit allem, was man sich an alkoholischen Getränken so denken kann. Vor dem Küchenfenster hängen sogar zwei strahlend weiße fast spießig wirkende Küchengardinen.

Das Wohnzimmer, das sich längs zur linken Seite des Bartresens befindet, vermittelt eher den Eindruck einer Log Cabin, einer Holzhütte, wie man sie in den Wäldern Montanas vermuten würde. Die Wände und auch die Decke sind verkleidet mit hellem Naturholz. Alle Möbel sind aus hellem Pinienholz. In der rechten hinteren Ecke befinden sich ein großes Bett und ein gut 2,50 Meter langer Schrank. Vor dem Bett, direkt am Fußende steht eine kleine Sitzbank.

Der Wohnbereich ist eher spartanisch aber doch gemütlich eingerichtet. Eine große Polsterlandschaft mit dicken beigen Kissen, ein kleiner Schreibtisch, ein vollgestopftes Bücherregal und ein fast 1,30 Meter in der Diagonalen großer Flatscreenfernseher. Daneben eine kleine Musikanlage mit einem alten Plattenspieler.

Auf den alten Holzdielen liegen verschiedene relativ bunte Läufer, die aber keineswegs kitschig aussehen, sondern dem Wohnbereich eher eine besondere Note geben. Zwischen Schlaf und Wohnbereich liegt ein großes Rinderfell. Alles in allem würde man hier eher einen naturverbundenen Holzfäller erwarten, als unsere eher schüchterne Titelfigur.

Ja, unsere Titelfigur. Brad J. Bateman, J. steht für Jasper. Er ist am 22.12.1969 in Logan, New Mexico geboren. Er führte als Kind, gemeinsam mit seiner 15 Jahre älteren Schwester, eher ein langweiliges und introvertiertes Leben auf der Ranch seiner Eltern in New Mexico. Seine Eltern, Jasper und Muriel Bateman, waren ein typisches Rancherpaar. Während Muriel sich um die Kinder, das Haus und um das Essen kümmerte, arbeitete Jasper mit den Rindern. Es war keine große Ranch. Der Jahresviehbestand betrug gerade mal 300 Rinder. Aber es ernährte die Familie. Man selbst war so durch das eigene frische Fleisch versorgt und den Viehüberhang verkaufte man und konnte so alle Rechnungen bezahlen.

Brad arbeitete nach der Schule mit den Rindern. Es gab immer etwas zu tun. Die Stallungen mussten gereinigt und gewartet werden, Heu musste verteilt, Wasser nachgefüllt, das Futter aufbereitet werden. Er musste auch regelmäßig die Zäune abreiten, um sie auf Schäden zu überprüfen.

Seine Schwester Rose arbeitete mit der Mutter im Haus. Als Brad 18 wurde, heiratete sie den Ladenbesitzer, Samuel Finebaum. Sie war bei ihrer Hochzeit bereits 33 Jahre und hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen festen Freund gehabt. Der Vater sagte mindestens einmal am Tag, dass er Angst hätte, sie würde mit 60 noch als Jungfrau bei ihm im Haus leben.
Die Ehe von Rose und Samuel dauerte ganze 26 Jahre. Vor zwei Jahren erlag ihr Mann Samuel einem tragischen Autounfall und war sofort tot. Rose ist heute 61 Jahre und führt ein einsames Leben als Witwe. Ihr Mann hatte ihr den Laden, ein kleines Geschäft für Landwirtschaftliches Zubehör, und einen Fuhrpark von 7 John Deere Aufsitzrasenmäher hinterlassen, die er je nach Saison an die umliegenden Rancher und Farmer vermietete.

Nach seinem Tod verkaufte sie das Geschäft und lebt nun in einem kleinen Haus in der Cameron Road in Logan, New Mexico.

Das alles ist schon eine Weile her und seine Eltern sind nun beide bereits lange Jahre tot. Die Ranch existiert nicht mehr. Sie hat einer Rinderzuchtstallung Platz gemacht.

Zu seiner Schwester hat er kaum noch Kontakt, da sie sehr zurückgezogen lebt. Sie telefonieren vielleicht zweimal im Jahr. Ansonsten geht jeder seiner Wege.

Brads Weg sollte ihn mit 29 Jahren nach Los Angeles führen.

Nachdem Brad die Schule beendet hatte, arbeitete er noch lange Jahre bei seinem Vater als Rancher. 10 Jahre, nachdem seine Schwester geheiratet hatte, zog es ihn jedoch weg von Zuhause.

Er machte eine Ausbildung als Versicherungskaufmann bei der Life & Cattle Insurance & CO. in Logan. Nach dem Ausbildungsjahr nahm er mehrere Stellen in Los Angeles an, bis er schließlich vor 4 Jahren eine feste Anstellung bei der Mutual Life Insurance Consolidated in Los Angeles auf der 7th Street antrat, bei der er heute noch arbeitet.

Als Schadensachberater führt er mit 318 Dollar und 18 Cent in der Woche ein zufriedenes Leben. Abzüglich der Miete, von 120 Dollar wöchentlich, bleiben ihm noch 198,18 USD wöchentlich zur Verfügung.
Er geht nicht aus, besucht keine Clubs oder Spielcasinos und hat keine teuren Hobbies. Seine Hobbies beschränken sich aufs Lesen, alte TV Serien und Internetplattformen, insbesondere Flirtbörsen.

 

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